World Cruise 2016 - 9. Januar 2016

Puerto Limon, Costa Rica


Nach 2 Tagen auf See waren wir froh wieder mal Land unter den Füssen zu haben.
Costa Rica liegt nur noch 10 Grad über dem Äquator und das Klima ist entsprechend feucht und heiss.

Hier in Puerto Limon kam auch Kolumbus auf seiner vierten Reise an Land, quasi als erster Kreuzfahrt Tourist der Geschichte. Er nannte die Gegend Costa Rica obwohl es damals ausser Regenwald, Malaria und Gelbfieber nichts zu holen gab.

Costa Rica ist ein bedeutender Exporteur von Bananen, Ananas und Kaffee, aber die Haupteinnahmequellen sind nicht mehr Landwirtschaft sondern die Produktion von medizinischen Geräten und Computer-Chips - erstaunlich.
Wie die Schweiz ist auch Costa Rica neutral, hat sich aber sogar von seiner Armee verabschiedet und spart somit enorm Kosten.

Wir hatten einen Ausflug in den Regenwald gebucht unter dem Label ‘Eco-Tourism’.
Nachdem das Schiff angelegt hatte, durften wir von Bord. Gleich gegenüber hatte die ‚Amsterdam‘ der Holland American Line festgemacht und es war schon erstaunlich wie klein unsere Silver Whisper dagegen wirkte.


Wir bestiegen einen der bereits wartenden Busse und wurden zuerst durch Limon gefahren, dann ging es tatsächlich in den Regenwald. Wir fuhren eine gute Stunde mit einem 50 Plätze Bus über unbefestigte Waldwege wie wir sie auch bei uns in der Schweiz im Wald kennen, nur würden wir nie mit unserem Auto dort durchfahren geschweige denn mit einem grossen Bus, zumal das Gelände durchaus mit demjenigen im Hochjura zu vergleichen ist (also enge Kurven und grosse Steigungen wechseln sich in rascher Folge ab).

Dann erreichten wir den Veragua Rainforest ( http://veraguarainforest.com) und bekamen eine rund 2-stündige Führung durch Flora und Fauna. Im Regenwald sind rund 85% aller Tiere nachtaktiv, die Tiere welche am Tag unterwegs sind, haben sich optimal an das Licht und die Farben angepasst und sind kaum sichtbar. Tiere zu sehen ist also eher eine Seltenheit - sie zu hören allerdings nicht schwer.

Trotzdem haben wir im Regenwald mehrere Faultiere in den Bäumen entdecken können, ein Affe hat sich kurz gezeigt und viele Frösche und Schmetterlinge haben uns umschwirrt. Die Moskitos haben uns weitgehend verschont. Ebenso blieb es trocken, auch wenn am Nachmittag schwere Regenwolken aufzogen - immerhin beträgt hier die durchschnittliche Regenmenge im Jahr 6000 mm, die Regenzeit dauert 10 Monate und die Luftfeuchtigkeit liegt immer über 90%.

Jetzt sind wir zurück auf dem Schiff und erholen uns von den Strapazen. Wieder lag eine Einladung zu einem Apero auf unserem Bett in der Kabine und ich muss mir langsam all die Termine aufschreiben damit wir keinen vergessen. Schon den Empfang beim Kapitän haben wir fast verpasst - wir leben halt mittlerweile die karibische Gelassenheit 😃

Am späteren Nachmittag werden wir ablegen und Richtung Panama fahren und morgen ist die Durchquerung des Panamakanals auf dem Programm - einer der vielen Höhepunkte unserer Reise.

Unter http://www.pancanal.com kann man via Webcam bei den Schleusen live zuschauen wie die Schiffe manövriert werden.