World Cruise 2016 - 15. Januar

Cusco, Peru - 3400m


Und wieder eine Tagwache um 6 Uhr früh!

Wir haben auf 3400m noch schlechter geschlafen als im Sacred Valley, aber im Wissen, dass wir am Abend wieder auf der Silver Whisper sein werden, kämpften wir uns einmal mehr zum Frühstücksbuffet im Hotel Monasterio und standen um 7:15 Uhr bereit für den Besuch weiterer archäologischer Stätten in der nahen Umgebung der Stadt.




Cusco war die Hauptstadt des Inkareiches und hatte unzählige Tempel und Paläste. Jeder der 17 Inka-Fürsten baute seinen eigenen Palast in der Stadt. Da Peru reich an Gold ist, waren diese Paläste auch reich ausgestattet was letztendlich dazu führte, dass die Spanier ziemlich schnell hierher fanden, die Paläste und Tempel niederrissen und auf ihren Grundmauern unzählige Kathedralen und Kirchen bauten. Das Gold wurde eingeschmolzen und riesige Monstranzen für die Kirchen erstellt. Das meiste Gold aber (man spricht von vielen tausend Tonnen) wurde nach Spanien zum König verschifft. Dies machte Spanien zu einem der reichsten Ländern im späten Mittelalter.


Die Spanier brachten nicht nur Waffen nach Cusco sondern auch für die Inkas tödliche Krankheiten. Ohne gross zu kämpfen dezimierte sich die Bevölkerung innert kurzer Zeit um über 90% und die Spanier konnten all die Reichtümer der Inkas übernehmen.

Zuerst besuchten wir eine Art Burg über der Stadt die aber nicht zur Verteidigung diente, sondern eher eine Machtdemonstration der Inka-Fürsten war. Es ist bis heute nicht klar wie es die Inkas schafften die riesigen Steine aus dem 29 Kilometer entfernten Steinbruch nach Cusco zu transportieren und sie dann auch noch millimetergenau zu platzieren. Selbst mit heutigen Werkzeugen und Baumaschinen hätte man grosse Schwierigkeiten dies zu bewerkstelligen. Das Inka-Reich existierte nur rund 350 Jahre und in dieser Zeit entstanden all diese Bauten. Man vermutet daher, dass die Grundmauern und -anlagen bereits von früheren, primitiveren Völkern gelegt wurden. Es handelt sich hier um die grössten Steinbauten die man weltweit gefunden hat und Erich von Dänikens Theorie ist ja, dass der Bau nur mit der Unterstützung von Ausserirdischen möglich war.

Wahrscheinlich werden wir nie erfahren weshalb und wie diese Steine bewegt und zu diesen monströsen Bauten vereinigt wurden da die Inkas keine Schriftsprache kannten. Tatsache ist aber, dass diese Konstruktionen Erbeben sicher sind da sie zueinander verkantet sind. Die Frage stellt sich weshalb sich ein Volk das gerade mal 350 Jahre existierte und in dieser Zeit nur 4 Erbeben erlebte, sich solche Mühe gemacht hat und woher sie dieses Wissen hatten.





Anschliessend besuchten wir ein Kloster in welchem immer noch Mönche wohnen. Das Kloster wurde auf dem heiligsten Tempel der Inkas errichtet und man kann noch Reste der alten Mauern finden. Die Inkas verwendeten nie Mörtel sondern stellten die Steine immer in einem Winkel zwischen 7 und 14 Grad zueinander, dadurch konnten sie nicht bewegt werden und stützten sich gegenseitig. Die Spanier verwendeten zwar die Steine, schmierten aber jede Menge Mörtel dazwischen und die Kathedralen nehmen bei jedem Erbeben Schaden.

Inka-Tempel im Kloster:



‚This is from the Inkas and the other is from the Incapables‘ (Aussage unseres Guides).

Über die Mittagszeit flogen wir zurück nach Lima ohne weitere Zwischenfälle oder verlorene Koffer und wurden von der Crew der Silver Whisper herzlich empfangen.