World Cruise 2016 - 24. Januar

En Route to Pitcairn Island


In der Nacht erwachten wir von den heftigen Bewegungen des Schiffes. Wir waren in einen Sturm geraten und der Wind pfiff draussen auf dem Balkon, aber durch die Dunkelheit konnte man nur ein paar Schaumkronen erkennen.

Am Morgen war der Blick auf den Pazifischen Ozean ein ganz anderer als an den Vortagen. Hohe Wellen kamen auf uns zu und das ganze Schiff zitterte und ächzte unter der unbändigen Kraft des Wassers. Der Blick von unserem Balkon auf diese endlosen Reihen von Wellen hat etwas majestätisches und gleichzeitig furchteinflössendes. Man fühlt sich plötzlich schwach und hilflos und wird sich der Gewalt des Meeres bewusst. Es ist erschreckend wie diese Wellen ein 30’000 Tonnen schweres Schiff bewegen können. Die Silver Whisper hielt aber ihren Kurs und ihre Geschwindigkeit von immer rund 30 km/h unbeirrt bei.


Die Passagiere und Besatzungsmitglieder schwankten wie Betrunkene die Gänge entlang und auf dem Sonnendeck wehte der Wind mit bis zu 60 Kilometer und peitschte das Meer weiter auf.

Den ganzen Tag über wurde die Silver Whisper durchgeschüttelt und für unsere Mägen war das der erste echte Härtetest. Ich habe diese Achterbahn erstaunlicherweise bisher ohne Probleme und Medikamente verkraftet, viele der Passagiere aber werden spätestens jetzt ihre Hilfsmittel auf dem Koffer geholt haben.

Um 16 Uhr war ein weiterer Vortrag unseres Destination Lecturers angesagt. Er orientierte über die Insel Moorea, der ersten Insel von Französisch Polynesien welche wir in ein paar Tagen erreichen werden.

Auch am Abend war das Wetter unverändert schlecht, aber wir hoffen auf Besserung wenn wir wieder nördlicher sind.