World Cruise 2016 - 26. Januar

En Route to Fakarava


Die Pitcairn Island haben wir gestern verlassen und heute sagte uns unser Destination Lecturer Jon Fleming, dass es pro Jahr weniger Personen auf die Pitcairninsel schaffen, als auf den Mount Everest. Selbst er war gestern zum ersten mal auf der Insel, obwohl er schon mehrmals mit dem Kreuzfahrtschiff dort war. Ich möchte daher nochmals eines der sehr seltenen Bilder hier zeigen 😃


Mittlerweile sind wir 9 Stunden zur Schweiz verschoben, dies stimmt allerdings nicht unbedingt mit der Zeitzone überein in welcher wir uns gerade befinden. Vielmehr gilt jeweils die offizielle Schiffszeit, welche durchaus von der Zeitzone abweichen kann. Den Grund dafür kenne ich noch nicht, aber ich vermute, dass man versucht die Wechsel für die Passagiere so angenehm wie möglich zu gestalten.

Heute Morgen nahmen wir an einer Führung auf der Brücke teil. Der erste Offizier erklärte uns sehr detailliert die verschiedenen Instrumente, Konsolen und Abläufe auf der Brücke. Das Schiff wird auf offener See praktisch ausschliesslich vom Autopiloten gesteuert. Dies sei wesentlich genauer, als wenn von Hand gesteuert würde. Eine ‚Tankfüllung‘ reicht für 14 Tage Fahrt wobei immer nur soviel Diesel geladen wird, dass eine optimale Last bis zur nächsten Zapfsäule gewährleistet ist. Das Wasser wird an Bord aufbereitet mit einem Verdampfer und mit einem Osmose-Austauscher. Dadurch kann praktisch beliebig viel Wasser verbraucht werden. Das Schiff fährt ziemlich konstant mit knapp 30 km/h und hat auf jeder Seite einen Stabilisator, welcher immer ausgefahren wird sobald wir den Hafen verlassen haben. Der Stabilisator verhindert das seitliche Rollen des Schiffes (seitliche Wellen), wenn wir aber gegen die Wellen fahren müssen, hat er kaum Wirkung.


Beim Mittagessen am Pool gab es frischen Gelbflossen-Thunfisch, welcher den Pitcairn-Meuterern am Vortag abgekauft worden war.


Am Nachmittag besuchten wir den Vortrag über Tahiti und genossen die Aussicht auf das ruhige Meer von unserem Balkon. Wir befinden uns nun wieder nördlich des Wendekreises, also in den Tropen und zu dieser Jahreszeit herrscht Regenzeit. Daher fahren wir immer wieder an tief hängenden Regenwolken vorbei und manchmal regnet es auch leicht, aber die Temperatur und die Feuchtigkeit steigen stetig und haben nun knapp 30 Grad und 85% erreicht.


Wir werden noch weitere 36 Stunden benötigen, bis wir Fakarava erreicht haben.