World Cruise 2016 - 28. Januar

Fakarava


In der Nacht hatte es immer wieder geregnet, aber das Meer war ruhig und als wir am Morgen auf den Balkon traten, sahen wir das Atoll durch den Regen langsam näher kommen.

Fakarava hat die Form eines aufgestellten Vierecks mit je einer Öffnung am nördlichen und südlichen Rand.


Für grosse Schiffe ist nur der nördliche Durchgang befahrbar.

Kurz vor der Passage kam ein Lotse an Bord und wir fuhren durch die schmale Öffnung in die riesige Lagune hinein.

Fakarava hat eine Ausdehnung von rund 25 auf 60 Kilometer und eine Fläche von 1200 km2. Es ist damit eines der grössten Atolle weltweit und hat den Status des UNESCO Biosphärenreservats. Auf dem dünnen Sandstreifen zwischen Meer und Lagune leben knapp 1000 Personen.

Nachdem die Silver Whisper in der Laguna vor Anker gegangen war, wurden zwei Tenderboote bereitgemacht, welche uns an Land bringen sollten.

Diesmal wollten wir nicht wieder zulange warten und so begaben wir uns direkt nach dem Morgenessen auf Deck 3 wo man das Tenderboot besteigen kann. Nach einer kurzen Wartezeit konnten wir das erste Boot besteigen und gingen nach einer rund achtminütigen Fahrt in der Gemeinde Rotoava an Land.


Leider meinte es Petrus vorerst nicht gut mit uns und es regnete leicht, aber die Temperaturen in der Südsee lassen einen die Witterung vergessen.

Am Landungssteg wurden wir von einer einheimischen Tanz- und Musikgruppe empfangen. Da Fakarava nicht zu den Reisezielen der grossen Kreuzfahrtschiffe gehört (da diese zu viel Tiefgang haben und dadurch nicht in die Lagune einfahren können), wirkt der Ort sehr verschlafen. Unter einem Dach boten Einheimische Souveniers auf Tischen an. Es waren meist Ketten aus Korallen oder Muscheln. Ein Händler hatte auch die berühmten schwarzen Perlen im Angebot.


Gleich hinter dem winzigen Hafen befindet sich die Mairie (Gemeindehaus) und die Schule mit eigener Kantine. Wir konnten die Kinder in der Schule sehen und wanderten weiter zur Kirche. Die Kirche ist wunderschön mit Korallen und Muscheln geschmückt.

Wo immer wir auf Fakarava hintraten, fanden wir Korallenstücke. Dies ist nicht verwunderlich, befanden wir uns doch auf den Überresten eines Korallenriffs.


Der Landstreifen zwischen dem offenen Meer und der Lagune ist nur rund 200 Meter breit. Während die Ozeanseite wenig einladend ausschaute, war die Lagunenseite türkisblau und hatte feinen weissen Sand. So zogen wir trotz Regen unsere Kleider aus und gingen in der Lagune ins Wasser. Es war herrlich warm und man fühlte sich wie in einer Badewanne. Auch als wir wieder aus dem Wasser kamen, fühlte sich die Luft nicht kalt an und der Regen war schwächer geworden und hörte kurz danach ganz auf.


Wir gingen zum Hafen zurück und folgten der Strasse auf die andere Seite um noch weitere Eindrücke von Fakarava zu bekommen. Die Häuser sind verstreut zwischen Palmen und überall liegen Kokosnüsse am Boden herum die von den übervollen Palmen herunterfallen wie reife Äpfel.


Nach drei Stunden in Fakarava stiegen wir wieder ins Tenderboot und nahmen Abschied von dieser Südsee Idylle - Moorea wartet morgen darauf von uns entdeckt zu werden.