World Cruise 2016 - 2. Februar

Rarotonga


Rarotonga ist die Hauptinsel der Cook Islands, welche ihren Namen vom dem berühmten englischen Seefahrer und Entdecker James Cook erhalten haben. Leider unterlag man auch hier einem Irrtum der Geschichte, denn James Cook hielt hier wohl auf seiner ersten Südpazifikreise bei einer der nördlichen Insel um neuen Proviant zu laden, aber er war nicht der erste Europäer, welcher auf den Cook Inseln gelandet war.
Vermutlich waren bereits die Meuterer der Bounty (wir erinnern uns an die Pitcairninsel) auf ihrer Flucht vor dem Zorn der englischen Krone hier gelandet, bevor sie sich wieder nach Osten wandten und letztendlich auf der Pitcairn Island ein passenderes Versteck fanden.

Die Cook Inseln liegen am Westrand des polynesischen Dreiecks welches von Hawaii hinunter bis Neuseeland und nach Osten bis zu den Osterinseln reicht.

Alle Bewohner der Inseln auf diesem riesigen Gebiet teilen sich dieselbe Sprache und Kultur. Die Besiedlung der Inseln ging von Asien nach Osten einher.

Die Maori’s auf Neuseeland sind auch direkte Nachfahren der Bewohner der Cook Islands und so wird es auch für uns eine Art Abschluss der Pazifikroute in Neuseeland sein.

Die Cookinseln gehörten erst zu England, dann zu Neuseeland und sind seit 1960 selbständig.

Wir erreichten Rarotonga am frühen Morgen bei starkem Wind. Schnell wurde klar, dass es zu gefährlich war mit dem Tenderboot durch die schmale Öffnung im Riff zu fahren, zumal offenbar in der vergangenen Woche ein Tenderboot eines anderen Kreuzfahrtschiffes am Riff hängengeblieben und beschädigt worden war. Da die Tenderboote ja in erster Linie der Seerettung im Notfall dienen, bedeutet ein beschädigtes Boot, dass man nicht mehr alle Passagiere retten könnte. Bei einem solchen Unfall muss das Rettungsboot im nächstgelegenen Hafen repariert werden bevor die Seereise weitergehen kann.

Unser Tenderboot machte also nur zwei Testfahrten bevor der Kapitän beschloss kein Risiko einzugehen, zumal ohnehin nur ein Kurzstopp von 5 Stunden geplant war.


Nach einer Stunde machte sich die Silver Whisper auf die lange Fahrt nach Neuseeland.