World Cruise 2016 - 10. Februar

En Route to Sydney


Wir befinden uns nun seit gestern Abend in der Tasmanischen See. Als Tasmansee wird die Wasserfläche zwischen Australien und Neuseeland bezeichnet. Die Strecke zwischen der Bay of Islands und Sydney beträgt rund 2000 Kilometer. Hier stossen die Meeresströme aus dem Antarktischen Meer mit dem Pazifik zusammen und daher ist eine rauhe See mit Wellen bis 8 Metern keine Seltenheit.


Durch die Nacht und am Morgen zeigte sich die Tasmansee allerdings sehr zahm. Am Nachmittag wurden die Wellen höher und die Silver Whisper muss sich nun stetig gegen die Dühnung stemmen. Das Schiff bewegt sich langsam hin und her trotz den Stabilisatoren.

Die Mannschaft wurde angewiesen alle Gläser in den Kabinen zu verstauen und so hat auch unser Zimmermädchen den Schminkspiegel auf die Seite gestellt, damit er in der Nacht nicht runterfallen kann.

Dies sind natürlich alles nur Sicherheitsmassnahmen. Die Wetter- und Wellenvorhersage verspricht eine relativ ruhige Überfahrt auch wenn uns die Aussies immer wieder gewarnt haben. Solange also kein Sturm aufkommt, sind wir noch weit weg vom Wellengang, welchen wir bei den Osterinseln erleben durften.

Heute war Ausruhen auf dem Programm. Die vergangenen drei Tage mussten wir immer früh aufstehen - gestern um 6:30 Uhr! Irgendwie sind wir das gar nicht mehr gewohnt und müssen nach dem Stress nun wieder etwas relaxen.

Trotzdem besuchten wir am Morgen den Vortrag von Harvey Broadbent über die Maori’s und ihre Kultur bis zum Erscheinen der Europäer. Harvey ist Schriftsteller, Filmemacher und -produzent in Australien.

Er erklärte uns den Unterschied zwischen einem Tattoo wie wir es kennen und denjenigen der Maori. In der Maori Sprache heissen sie Ta Moko und werden nicht mir einer Nadel sondern mit Schab- und Kratzwerkzeugen in die Haut getrieben. Danach wird die Tinte über die Wunde verteilt - nichts für Weicheier. Nach der Heilung trägt die Haut narbige Erhebungen.