World Cruise 2016 - 4. März

Manila, Philippines


In den letzten Tagen konnte man bei den Butlern und Zimmermädchen eine steigende Nervosität und Vorfreude spüren. Sehr viele Angestellte auf dem Schiff sind Philippinen und für sie war es eine Gelegenheit nach vielen Monaten wieder einmal ihre Familien zu sehen - auch wenn es nur für ein paar Stunden war. Manila ist nicht unbedingt eine Stadt die man gesehen haben muss, insofern war unser heutiger Stopp auch ein Dankeschön an die vielen philippinischen Angestellten an Bord.

Viele Angehörige hatten eine stundenlange Fahrt hinter sich nur um das Schiff und ihre Väter und Mütter, die darauf arbeiten, zu sehen. Auch unser Butler und unser Zimmermädchen konnten ihre Familien für ein paar Stunden in die Arme schliessen.


Als wir um 9 Uhr das Schiff verliessen wurden wir von einer Tanzgruppe und hunderten Angehörigen empfangen. Die Angehörigen durften für ein paar Stunden aufs Schiff, während die Passagiere Manila besuchen konnten.

Manila wurde Ende des 16. Jahrhunderts von den Spaniern gegründet und die Philippinen sind bis heute eine streng katholische Bastion im vorwiegend muslimischen und buddhistischen Ostasien.


Anfang des 20. Jahrhundert wurden die Spanier von den Amerikanern abgelöst, bevor im 2. Weltkrieg die Japaner hier wüteten. Nach dem Weltkrieg bauten die Amerikaner eine Demokratie auf, welche leider immer wieder von korrupten Diktatoren wie den Marcos herunter gewirtschaftet wurde.

Ende des 2. Weltkriegs wurde Manila praktisch vollständig zerstört und daher kann man nur noch ganz wenige Spuren der Spanier finden.


Zuerst besuchten wir das ‚Fort Santiago‘. Es war der militärische Stützpunkt der spanischen Besetzer, der Amerikaner und der Japaner. Heute sind nur noch Ruinen zu sehen, da die Amerikaner die verschanzten japanischen Soldaten komplett ausbombten.


Das Fort ist Teil der ‚Intramura‘, der ehemaligen spanischen Stadt, welche nur von Spaniern betreten werden durfte und welche von einer hohen Mauer umgeben war. Heute sind noch ein paar wenige Häuser vorhanden, welche einem einen Eindruck verschaffen wie das spanische Manila ausgesehen haben muss.


Ebenfalls besuchten wir die ‚San Augustin Church‘ ein ehemaliges Augustiner Kloster, welches ebenfalls in den Mauern der alten Stadt liegt.


Wir wurden mit dem Bus durch das neue Manila gefahren und konnten das grösste Problem der Stadt live erleben - das Verkehrschaos, aber auch die gestreckten Jeeps, welche es nur in Manila gibt und ein wichtiges Verkehrsmittel sind.


Zum Ende der Tour besuchten wir noch den ‚Rizal Park‘ wo ein eindrückliches Denkmal für die vielen Toten unter der Fremdherrschaft zu sehen ist.