World Cruise 2016 - 8. März

Peking, die Verbotene Stadt


Für diesen Tag sagten uns die Wetterprognosen nochmals fünf Grad kälteres Wetter vorher und sie sollten recht behalten.
Als wir am Morgen den Bus bestiegen, lagen die Temperaturen knapp über Null Grad und alle Teilnehmer hatten ihre Koffer geleert und sich mehrere Schichten Pullover und Jacken übergezogen.


Wie am Vortag wurden wir zum Tiananmenplatz gefahren. Dort liegt das ’Tor des himmlischen Friedens, des Eingangstor zur ‚Verbotenen Stadt‘.


Die Verbotene Stadt stellt ein Meisterwerk der chinesischen Architektur dar. Ihre Anlage entsprach der Weltsicht der kaiserlichen Herrscher: ein annähernd rechteckiger Grundriss - ausgerichtet nach dem Prinzip von Yin und Yang an der Nord-Süd-Achse - und die Verbotene Stadt als Machtsymbol des Kaisers in der Mitte.


In ihr befanden sich unter anderem die Paläste der Herrscher. Die Dächer der meisten Gebäude waren teilvergoldet und mit in Gelb, der Symbolfarbe des chinesischen Kaisers, glasierten Ziegeln gedeckt. Kein Gebäude in Peking durfte die Verbotene Stadt in der Höhe überragen.


Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt - was den Namen ‘Verbotene Stadt’ erklärt.


Auf dem Gelände befinden sich 890 Paläste mit unzähligen Pavillions mit 8’886 Räumen. Die Mauer der Verbotenen Stadt ist 10 Meter hoch und 3428 Meter lang sowie von einem 3800 Meter langen, 52 Meter breiten und 6 Meter tiefen mit Wasser gefüllten Graben umgeben.


In jeder Himmelrichtung befindet sich jeweils ein grosses Tor mit einem Turm und an den vier Mauerecken steht jeweils ein Eckturm. Der Haupteingang ist das ‚Mittagstor‘.


Das ‚Tor der höchsten Harmonie‘ wird wie viele der Palasttore von zwei Bronzelöwen bewacht, die die Stärke der kaiserlichen Macht versinnbildlichen und führt zur ‚Halle der höchsten Harmonie‘. Der Drachenthron steht mitten im Raum.


Benutzt wurde die Halle zur Thronbesteigung eines neuen Kaisers, zur Feierlichkeiten beim Geburtstag des Herrschers, zum neuen Jahr, zur Wintersonnenwendefeier, zur Bekanntgabe der Kandidaten, die die kaiserliche Beamtenprüfung bestanden haben, oder zur Nominierung der Generäle, wenn ein Feldzug bevorstand.


Nach der rund zweistündigen Führung durch die Verbotene Stadt, konnten wir nochmals ein chinesisches Mittagessen im Swissotel Beijing geniessen bevor wir zum Flughafen gefahren wurden.


Unser lokaler Reiseleiter war ein sehr sympathischer Chinese, welcher auch offen über die aktuellen Probleme und Nöte der jungen Chinesen (kein Facebook, Google, Twitter) und über die grossen sozialen Unterschiede erzählte. Auch das Massaker am Tianamenplatz erklärte er uns aus der Sicht der jungen, modernen Chinesen. Er tat dies ohne Groll auf die aktuellen Zustände aber mit viel Zuversicht, dass sich auch die chinesische Gesellschaft weiter öffnen werde.


Nach einem sehr turbulenten Rückflug nach Hongkong erreichten wir die Silver Whisper um 21 Uhr kurz bevor diese in Richtung Vietnam den Hafen wieder verliess.