World Cruise 2016 - 16. März

Bangkok, The Grand Palace


Von Bangkok hatte ich eigentlich keine Vorstellung und wenig Erwartung. Ich verband Bangkok immer mit Fake-Artikeln, heruntergekommenen Bars und Umweltverschmutzung.


Wir kamen am Morgen leicht verspätet am Pier an da auf dem Fluss ungewöhnlich viel Verkehr herrschte. Die Vorhersagen meldeten 36 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit.


Am heutigen Tag hatten wir eine ganztägige Führung gebucht um möglichst viel von der Stadt sehen zu können. Es war uns klar, dass dies in dieser Hitze vermutlich sehr anstrengend sein wird.

Wir bestiegen den Bus und wurden zu den ‚Royal Grand Palace Grounds‘ gefahren. Auf diesen Grundstücken steht der Königspalast und zwei der königlichen Tempel.


Thailand ist eine monarchistische Demokratie, bei der der König nur noch repräsentative Aufgaben hat. Allerdings endeten in der Vergangenheit die gewählten Regierungen immer wieder im Korruptionssumpf und daher wird Thailand aktuell einmal mehr vom Militär regiert. Dies scheint aber weder auf die Leute, den Tourismus noch auf die Wirtschaft negative Auswirkungen zu haben.

Obwohl der König keine Macht in Thailand mehr besitzt, ist er noch immer die unbestrittene moralische Instanz und hat oftmals verhindert, dass die Demonstrationen und Unruhen der Vergangenheit in blutige Auseinandersetzungen ausgeartet sind.


Die Führung begann ausserhalb der Palastmauern am Flower Market. Dort kaufen die Leute die Blumengestecke, welche sie in den Tempeln den Göttern opfern und damit ihr Karma steigern. Auf dem Markt konnte man unglaublich viele, sehr schöne Blumengestecke sehen - alle mit dem einzigen Zweck im Tempel als Opfer abgelegt zu werden.


Hinter dem Markt bestiegen wir die ‚Tuk-Tuk’s‘, dies sind dreirädrige Motorroller, welche als billige Taxi’s dienen. Wir wurden durch ein paar Strassen und über Plätze gefahren und es machte uns grossen Spass.



Die Tuk-Tuk’s brachten uns zu einem Gebäude, welches der Begrüssung von Staatsgästen dient. Gleich daneben liegt des Königspalast.


Als wir das Grundstück des Palastes betraten waren bereits tausende Touristen dort und es war ein ähnliches Gedränge wie auf dem Petersplatz in Rom an Ostern.

Sofort fielen uns die vielen Pagoden auf, welche gänzlich mit farbiger Keramik verziert sind, die hohen, spitzen Dächer und goldigen Statuen.


Der Palast ist sehr eindrücklich, hatten wir doch so etwas von Bangkok gar nicht erwartet. Überall waren Pagoden, Tempel und Statuen zu sehen. Auch den Thronsaal durften wir betreten, allerdings war hier fotografieren streng verboten.




Nach dem Palast konnten wir im Mandarin Oriental Hotel ein exzellentes thailändisches Buffet geniessen. Das Hotel liegt gleich am ‚Chao Phraya River‘, welcher sich durch ganz Bangkok zieht und welchen wir am Morgen auch mit der Silver Whisper hinaufgefahren waren.

Nach dem Mittagessen ging es weiter mit dem Boot. Bangkok gilt auch als das Venedig Asiens und so wurden wir in die Seitenkanäle gefahren und konnten das ursprüngliche Bangkok kennenlernen.


Ein seltenes Haustier

Kiosk auf dem Kanal


Das Boot fuhr uns zum ‚Royal Barge National Museum‘ wo wir die königlichen Prachtschiffe sehen konnten. Diese werden einmal im Jahr auf dem Fluss in einer Parade mit dem König zu Wasser gelassen.


Der letzte Halt galt ‚Wat Arun Ratchawararam‘, dem Temple of Dawn. Dieser Tempel ist einer der schönsten der Stadt, die Hauptpagode ist aber derzeit in Renovation und daher voll eingerüstet.

Happy Buddha


Nach über neun Stunden im heissen Bangkok kehrten wir todmüde auf die Silver Whisper zurück.