World Cruise 2016 - 2. April

Kochi, India


Kochi, früher Cochin, ist eine Stadt im Bundesstaat Kerala im Süden Indiens. Die Stadt hat rund 600’000 Einwohner, der Ballungsraum rund 2 Millionen.


Der Aufstieg Kochi’s begann mit der Zerstörung des Hafens der etwa 38 Km entfernten antiken Stadt Muziris durch eine Flutkatastrophe im Jahr 1341. Fortan entwickelte sich die Stadt zum bedeutendsten Hafen an der indischen Westküste für den Gewürzhandel mit China und dem Nahen Osten.


1498 landete hier Vasco da Gama und gründete die erste portugiesische Handelsstation. Die Portugiesen bauten ein Fort zum Schutz und gründeten die erste christliche Kirche in Indien. In dieser Kirche wurde auch Vasco da Gama begraben und später nach Lissabon überführt.


Ab 1653 übernahmen die Niederländer den Hafen, danach die Dänen bis schliesslich die Engländer alle anderen Europäer verdrängten.


Noch heute ist Kochi ein wichtiger Hafen für den Gewürzhandel. Durch die südliche Lage, die teilweise Abschottung durch ein Gebirge im Hinterland vom Rest von Indien und die multikulturellen Einflüsse zwischen Hindus, Buddhisten, Christen und Juden hat sich hier eine liberale Gesellschaft entwickelt.


Wir wurden in der Einfahrt zum Hafen von einer kleinen Gruppe Delfine empfangen, welche uns ein Stück weit begleiteten.


Vom Pier ging es mit dem Bus zuerst durch das neue Kochi. Wir sahen eine erstaunlich moderne Stadt mit vielen Geschäften und regem Treiben.


Unser erster Halt galt drei Hindutempeln, welche alle nebeneinander liegen. Jeder dieser Tempel ist einem der drei wichtigsten Göttern (Brahma, Shiva, Vishnu) im hinduistischen Glauben gewidmet.


Leider war der Zutritt für uns nicht gestattet und so konnten wir die Tempel nur von Aussen besichtigen. Dafür durften wir ein paar Fotos von der Hochzeit machen, welche gleich nebenan stattfand.


Wir fuhren weiter zum portugiesischen Fort wo man alte, koloniale Häuser sehen konnte. Viele sind gut erhalten und beherbergen kleine Hotels und Restaurants. Auch Touristen sieht man hier viele und damit verbunden natürlich auch die Souvernirstände.


Wir bekamen eine Erfrischung in einem der ältesten portugiesischen Gebäude bevor wir zur ersten Kirche spazierten und das Grab von Vasco da Gama besichtigten.




Etwas weiter die Strasse hinunter erreichten wir die grossen Fischernetze, welche wir bereits beim Einlaufen in den Hafen sehen konnten. Diese komplizierten Konstruktionen, wurden zuerst in China gebaut. In Indien kann man sie nur hier in Kochi bestaunen. Zwar wird noch immer Fisch mit diesen Netzen gefangen, allerdings dient dies nur noch touristischen Zwecken.


Nach einem kurzen Stopp in einem typischen Gewürzladen erreichten wir wieder unser Schiff am Pier.


Für den heutigen indischen Abend auf der Silver Whisper hat sich auch Mare entsprechend eingekleidet.



Abschied in Colombo am 1. April