World Cruise 2016 - 17. April

Luxor, Egypt


Eine weitere Overland Tour stand bevor, wir verliessen die Silver Whisper wiederum für drei Tage um Ägypten zu bereisen.


Kurz nach Ankunft im Hafen von Safaga fuhren wir mit den Bussen Richtung Luxor. Die Fahrt führte uns weg von der Küste durch die Wüste zum oberen Niltal. Die Sicherheitsmassnahmen waren unübersehbar, bereits bei unserer Abfahrt in Safaga wurde der Bus und unser Gepäck kontrolliert. Immer wieder mussten wir Checkpoints passieren, an welchem schwer bewaffnetes Militär postiert war.


Nach rund zwei Stunden begann sich die Landschaft zu verändern, wir fuhren durch Dörfer, in welchen Beduinen wohnten und allmählich sah man grüne Flächen als wir uns dem Niltal näherten.



Weitere 90 Minuten später erreichten wir Luxor und wurden zum Karnaktempel gebracht.


Dieser Tempel wurde über mehrere Dynastien hinweg ausgebaut, jeder Pharao wollte den vorhergehenden übertreffen.


Heute kann man in der grossen Anlage riesige Statuen, Säulenhallen und Tempel sehen. Hohe Wände voller Hieroglyphen zieren auf beiden Seiten die Strasse und am Ende der Anlage liegt der heilige See.






Wir wurden rund 90 Minuten auf der Anlage herumgeführt und ausser den Passagieren der Silver Whisper und einigen Mitgliedern der Crew waren kaum Touristen zu sehen.


Im Anschluss an die Führung konnten wir das Mittagessen im Hotel geniessen, in welchem wir auch die Nacht verbringen sollten.


Nach dem Mittagessen ging es weiter ins ‚Tal der Könige‘. Hier wurden im neuen Reich einige der Pharaone begraben, nachdem man von den sehr auffälligen und dadurch einfach zu plündernden Pyramiden aus dem alten Reich abgekommen war.


Nun wurden die Pharaonen in Gräbern tief unter der Erde begraben und die Eingänge zugeschüttet. Dies hielt allerdings die Grabräuber auch nicht davon ab, innert kurzer Zeit die Grabstätten zu plündern. Die Strasse führte in eine enges, trockenes Tal an dessen Ende ein grosser, leerer Parkplatz lag.

Bis heute hat man 63 Gräber im Tal der Könige gefunden, aber nur eines fand man intakt mit den vollständigen Grabbeigaben - dasjenige von Tut-Anch-Amun. Die Gräber liegen alle am Ende des heute streng bewachten Tals und sind problemlos zu Fuss erreichbar, allerdings machte einem die grosse Hitze zu schaffen.


Die Ironie der Geschichte ist, dass Tut eigentlich ein unbedeutender Pharao gewesen und nur gerade 18 Jahre alt geworden ist. Ausgerechnet dieser Pharao sollte der berühmteste Herrscher Ägyptens werden - über 3000 Jahre nach seinem Tod - einzig dem Umstand geschuldet, dass man sein Grab unberührt gefunden hat.

Wir hatten Glück und konnten in das Grab von Tut hinuntersteigen. Im Grab selber befindet sich nur noch Tut’s Mumie und ist nur selten für das Publikum geöffnet, da man weitere versteckte Räume vermutet und daher immer wieder Untersuchungen laufen. Insgesamt durften wir 4 Gräber besichtigen, leider ist das fotografieren im Tal verboten und daher kann ich hier nur Bilder aus dem Internet zeigen.


Ausser unserer Gruppe hielt sich gerade noch eine asiatische Reisegruppe im Tal der Könige auf. Wir hatten also quasi eine Privatführung. Es war erschreckend zu sehen wie der ägyptische Tourismus nach den Anschlägen praktisch auf Null gefallen ist. Die Händler konnten einen fast leid tun, wenn man sie vor ihren menschenleeren Läden sitzen sah.

Auf der Rückfahrt zum Hotel machten wir noch einen Fotostopp beim Hatshepsut Tempel, welcher gerade renoviert und daher nicht zugänglich ist und bei den Kolossen von Memnon, welche erst kürzlich entdeckt worden sind.



Wir erreichten schliesslich das Hotel und konnten das Nachtessen direkt am Nil auf einer riesigen Terrasse geniessen.


Als die Sonne untergegangen war, fuhren wir nochmals zum Karnaktempel und bewunderten die Lichtshow. Im Licht der vielen Scheinwerfer und Laser sah der Tempel völlig anders aus als bei Tageslicht. Es war sehr eindrücklich.