World Cruise 2016 - 26. April

Kotor, Montenegro


Noch einmal zeigte uns das Mittelmeer seine Zähne und wir erlebten die unruhigste Nacht der ganzen Weltreise. Es war gerade als wollte uns Neptun nochmals daran erinnern, dass er in den vergangenen vier Monaten sehr gnädig mit uns gewesen ist. Die ganze Nacht wurden wir im Bett herumgeschüttelt, Gegenstände fielen vom Tisch und die Schubladen im Kleiderschrank öffneten sich. Erst am frühen Morgen beruhigte sich das Wetter und erlaubte noch ein paar wenige Stunden Schlaf.


Bei Sonnenaufgang erreichten wir den Eingang zur Bucht von Kotor in Montenegro. Der Staat Montenegro wurde erst 2006 durch die Abspaltung von Serbien gegründet, hat aber eine lange Geschichte. Montenegro hat eine wechselhafte Vergangenheit, wurde von verschiedenen Mächten kontrolliert bis es selbständig wurde und bis zum ersten Weltkrieg eine Monarchie war. Nach dem Weltkrieg gehörte Montenegro zu Jugoslawien und verblieb bei Serbien bis es 2006 endlich selbständig wurde.


Die Bucht von Kotor gilt als eine der schönsten Buchten Europas. Kotor liegt ganz am Ende der Buch und ist rund 30 Kilometer vom Meer entfernt.


Bereits die Einfahrt in die Bucht war grossartig.


Auf beiden Seiten der Bucht sind steile Ufer, welche weit nach oben reichen. Ähnlich wie die Fjorde in Norwegen waren die Ufer teilweise nur wenige Meter vom Schiff entfernt.


Innerhalb der Bucht muss das Schiff zwei scharfe Richtungsänderung durchführen, wobei der Durchgang bei der zweiten Wende nur gerade 300 Meter breit ist bevor man endlich Kotor im hintersten Winkel der Bucht sehen kann.



Kotor ist eine mittelalterliche Stadt mit einer hohen Stadtmauer, ähnlich wie Dubrovnik nur wesentlich kleiner. Das Schiff konnte direkt bei der Stadtmauer anlegen und man kann bequem zu Fuss in die Stadt hinein gehen.


Unsere heutige Tour sollte uns auch ins Hinterland von Montenegro führen und so bestiegen wir den Bus, welcher uns über 27 Serpentinen auf die Hügel über Kotor brachte.


Hier oben hatten wir eine atemberaubende Sicht auf die Bucht unter uns.


Wir fuhren weiter nach ‚Cetinje‘, der alten Hauptstadt Montenegro’s, wo heute noch der Palast des Königs zu besichtigen ist.


Wir bekamen eine Führung durch die Räumlichkeiten und erfuhren, dass die Königsfamilie mit den Zaren in Russland verwandt war.


Nach dem Mittagessen in einem lokalen Restaurant fuhren wir nach Budva, dem grössten Ferienort Montenegros. Budva liegt direkt am Meer und hat einige grosse Hotels und schöne Strände.


Die Fahrt führte uns zurück nach Kotor.



In Kotor besuchten wir die kleine Kathedrale und das maritime Museum. Anschliessend hatten wir noch Zeit das wunderschöne, kleine Städtchen zu Fuss zu erkunden bevor wir zurück zum Schiff mussten.


Montenegro und vor allem die Gegend um Kotor hat uns sehr gut gefallen. Kotor ist auf jeden Fall eine Reise wert.


Dies war unser letzter Ausflug auf unserer Weltreise. Dubrovnik und Venedig werden wir auf eigene Faust erkunden, da wir beide Orte bereits aus früheren Reisen kennen.